2009-09-01

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Chicago Einkaufsmanagerindex drückt USD-Kurs
Die Anzeichen häufen sich, dass die Talsohle der globalen Rezession letztendlich überwunden sein könnte. Die Geschäftstätigkeit in den USA, der weltgrößten Wirtschaftsnation, stieg im Monat August, laut Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager am Montag, stärker an, als zuvor erwartet. Der deutliche Anstieg des saisonbereinigten Konjunkturindex wurde als weiteres Zeichen für eine Erholung der US-Wirtschaftslage gedeutet. Investoren berichteten infolgedessen von einer nachlassenden Risikoaversion am Markt, was sich negativ auf Dollar und Yen auswirkte.
Über dies lösten die fallenden Kurse an den US-Aktienmärkten USD-Verluste gegenüber einigen Gegenwährungen aus. Bis Anfang August hatten die Aktienkurse stark angezogen, als die Anleger sich plötzlich ängstlich zeigten. In China intensivierte sich die Talfahrt an der Shanghaier Börse am Montag. Der überbewertete chinesische Leitindex stürzte um nahezu 7%. Anleger konzentrierten sich auf Währungen wie GBP und EUR und kehrten dem US-Dollar den Rücken zu. Dementsprechend rutschte der Dollar gegenüber dem EUR um annähernd 50 Punkte auf 1,4336 ab. Zum Britischen Pfund war ein Kursabfall von ebenfalls 50 Punkten zu beobachten. Hier schloss das Paar bei 1,6283. Gleicherweise ergaben sich Kursgewinne für den USD: das Währungspaar USD/JPY kletterte um 30 Punkte bis auf die Marke von 92,95. Zum ersten Mal in drei Tagen schloss der USD höher als der JPY.
Heute stehen ausschlaggebende Veröffentlichungen auf der US-Wirtschaftsagenda: Sowohl der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes (August), als auch die ausstehenden Hausverkäufe (Juli) werden um 16:00 Uhr ausgegeben. Aufgrund der jüngsten Volatilität an den Aktien- und Rohstoffmärkten, wird diesen beiden Indizes im aktuellen Monat besondere Bedeutung beigemessen. Anleger richten ihr Augenmerk heute auf den US-Dollar und die amerikanische Konjunkturlage. Forex-Anleger sollten ihre USD-Positionen jetzt eröffnen und sich in dem kommenden Handelsstunden auf hohe Kursschwankungen einstellen. Die Ergebnisse des heutigen Handels könnten überdies die Bewegungen am Devisenmarkt bis zum Ende der Woche bestimmen.

EUR – EUR steigt aufgrund sinkender Preise in der Eurozone
Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind wieder gesunken. Laut einer Schätzung des EU-Statistikamts Eurostat soll die Inflationsrate im August bei -0,2% im Vergleich zur Vorjahresmessung im August 2008 liegen. Im Juli waren die Preise noch um 0,7% gefallen. Die sinkenden Kosten für die Lebenshaltung führen Experten insbesondere auf die derzeit günstigen Kraftstoffpreise zurück. Eine Deflation wird jedoch nicht befürchtet.
Insgesamt machte die europäische Währung im gestrigen Handel Boden gegenüber den Hauptgegenwährungen gut. Zum GBP kletterte der EUR um 5 Punke auf 0,8802. Dieses Paar verbuchte letztlich im Allgemeinen bärische Tendenzen. Ein dünner Handel ergab sich gestern für die GBP-Crosse aufgrund eines Feiertages in England ohnehin. EUR/USD zog um 50 Punkte auf 1,4336 an. GBP/JPY stieg sprunghaft um 100 Punkte bis auf die Marke von 151,50.
Die für heute erwarteten Indikatoren aus der Eurozone werden voraussichtlich die Tendenzen des EUR und seiner Crosse zur Wochenmitte bestimmen. Darunter: Deutschland – Einzelhandelsumsatz Juli, saisonbereinigt um 8:00 Uhr sowie Eurostat – Arbeitsmarktdaten Juli – Arbeitslosenquote Eurozone um 11:00 Uhr. Daten aus Großbritannien werden ebenfalls den Kurs von EUR und GBP beeinflussen: unter anderem der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für August sowie Hypotheken-Gewährung. Wenn Sie heute hohe Erträge erzielen wollen, sollten Sie Ihre EUR und GBP-Positionen schnellstmöglich eröffnen.

JPY – Yen fällt auf breiter Front
Der Yen rutschte am Montag aufgrund von Kursverlusten an den globalen Aktienmärkten, insbesondere in den USA und China, stark ab. Der jüngste Höhenflug des JPY, der vom historischen Wahlsieg der Oppositionspartei DPJ am Wochenende ausgelöst wurde, stützte bereits gestern die japanische Währung allem Anschein nach nicht mehr. Zum USD fiel der Yen gleich um 30 Punkte. Auch gegenüber GBP und EUR ergaben sich deutliche Kursverluste.
Da die neue DPJ-Regierung vor gewaltigen Herausforderungen steht, bleiben Experten einer positiven Kursentwicklung für JPY gegenüber skeptisch. Japans Währung könnte jedoch zunächst davon profitieren, dass sich die DPJ für eine Unabhängigkeit von Japans Notenbank sowie gegen ein Eingreifen an den Devisenmärkten zugunsten einer Schwächung der Währung ausgesprochen hat.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart, was auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung im weiteren Tagesverlauf hindeutet. Auf der anderen Seite signalisiert das zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen könnte. Kurzfristig sollten Anleger jedoch eine Abwärtskorrektur erwarten. Langfristig könnte es von Vorteil sein auf steigende Kurse zu setzen.

GBP/USD
Da die meisten Oszillatoren dieses Paares im neutralen Bereich schwanken, ergibt sich keine deutliche Ausrichtung für GBP/USD. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich in naher Zukunft ein zinsbullisches Cross bilden könnte, während das Wochen-Chart-Momentum nach wie vor Abwärtsdruck signalisiert. Demnach könnte es heute richtig sein, deutlichere Zeichen erst einmal abzuwarten.

USD/JPY
Allem Anschein nach verliert dieses Paar in den vergangenen Tagen zunehmend an Wert. USD/JPY testet derzeit die Marke von 92,80 an. Ein bärisches Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutet sogar darauf hin, dass sich der Abwärtstrend heute verstärken könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.

USD/CHF
Der heftige Abwärtstrend, der in den letzten Tagen zu beobachten war, scheint weiteres Potenzial in sich zu tragen. Der RSI der Stunden-Chart hat die 40-Marke überwunden, was bedeuten könnte, dass USD/CHF weiter fällt. Auch die rückläufige Bewegung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Der nächste Richtpreis könnte bei 1,0490 liegen.

 

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