2009-09-03
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD-Schlappe durch Marktunsicherheit
Der US-Dollar rutschte gestern geringfügig in seinem Wert ab. Nachdem EUR/USD einige am Dienstag erzielte Gewinne gestern wieder abtrat, erreichte das Währungspaar die Marke von 1,4300, nachdem sich das Tempo der wirtschaftlichen Erholung jüngst verlangsamt. Der EUR folgte diesem Beispiel. Ähnliche Bewegungen konnten in Hinsicht auf das Britische Pfund beobachtet werden, dessen Kurs zu später Handelsstunde gestern bis auf die Marke von 1,6300 abrutschte.
Die derzeitige Konjunkturerholung scheint sich nicht in dem von vielen Investoren erhofften Tempo zu vollziehen. Die Hauptwährungen passen sich als Ergebnis dessen an die Entwicklung der Aktienmärkte an. Während die wirtschaftliche Erholung zwischen positiven und negativen Konjunkturdaten hin- und herschwankt, leidet die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer, die sich mittlerweile wiederholt auf den JPY konzentrieren. Zweifelsohne werden die für heute und morgen angekündigten Fundamentaldaten ein hohes Handelsvolumen sowie Kursschwankungen hervorrufen. Anleger erwarten bereits mit Spannung die Ergebnisse der wichtigen Indizes, um Wachstumsprognosen für Europa und das Ausmaß an Erwerbslosigkeit in den USA besser einschätzen zu können.
Am heutigen Handelstag sollten Händler die folgenden 3 Währungen nicht aus den Augen verlieren: AUD, EUR und USD. Zu früher Handelsstunde veröffentlichte Australien bereits die Handelsbilanz für den Monat Juli, die deutlich schlechter als prognostiziert ausfiel und dem AUD leichten Abwärtsdruck verleiht. Außerdem wir die Europäische Zentralbank heute ihr Ergebnis der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz ausgeben. Hier ist mit anschließender Volatilität zu rechnen. Einen ersten Eindruck vom für morgen angesetzten „Non-farm Payroll“-Bericht erwartet die Marktteilnehmer mit der heutigen Ausgabe der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche aus den USA. Auf USD-Anleger wartet somit ein aufregender Tag. Lassen Sie sich diesen günstigen Handelszeitpunkt nicht entgehen.
EUR – Eurozonen Hauptrefinanzierungssatz um 13:45 Uhr
Während der EUR gestern Kursgewinne gegenüber dem USD verzeichnete, ergaben sich zu GBP und Yen Verluste. Die europäische Währung schloss bei 1,4300 zum USD, bei 0,8750 zum Pfund Sterling und bei 131,30 zum japanischen JPY.
Die Tendenzen des EUR der letzten Tage spiegeln die Bewegungen an den Aktienmärkten wieder. Ein Großteil der Fundamentaldaten stellte jedoch keine deutlichen Signale hinsichtlich einer zukünftigen Marktausrichtung in Aussicht. Entsprechend den globalen Aktienmärkten, die sich ihren Weg langsam in Richtung positiven Zuwachsraten bahnen, macht auch der EUR sukzessive Boden gegenüber seinen Gegenwährungen gut. Dessen ungeachtet gerät der JPY als Safe-Haven-Währung, angesichts des derzeitigen Mangels an Optimismus, im Vergleich zu seinen Währungs-Crossen kontinuierlich in Schwung.
Für EUR-Händler ist und bleibt die wichtigste Veröffentlichung heute das Ergebnis der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB), das potenzielle Hinweise auf wirtschaftliche Wachstumsprognosen für die nächsten 6 Monate in der Region geben könnte. Eine Zinserhöhung jeglicher Art innerhalb des nächsten halben Jahres könnte möglicherweise neuen Optimismus unter den EUR-Händler auslösen.
JPY – Yen profitiert weiterhin von Risikoaversion
Auf der Höhe seines aktuellen zinsbullischen Trends verzeichnet der Yen jüngst deutliche Kursgewinne und profitiert dabei von der sich verstärkenden Risikoaversion der Marktteilnehmer. Die sich verbreitende Unsicherheit unter den Anlegern veranlasst diese, selbst ein mäßiges Risiko zu meiden und in „sichere“ Yen-Anlagen zu investieren. Dies erklärt die aktuellen Aufwärtstendenzen der japanischen Währung.
Ob und wie lange dieser Trend anhalten wird, könnte sich heute und morgen mit der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten aus Europa und den USA abzeichnen. Die EZB beispielsweise berichtet heute nicht nur über ihren Hauptrefinanzierungssatz, sondern ebenfalls über Wachstum und Inflation in der Eurozone. Die an die Ratssitzung angeschlossene Pressekonferenz nimmt stets Einfluss auf die Märkte. Möglicherweise können Marktteilnehmer bereits kurze Zeit nach den EZB-Nachrichten das Währungspaar EUR/JPY bei einer aufwärts gerichteten Preiskorrektur beobachten. Auch die Arbeitsmarktzahlen aus den USA könnten dem Währungspaar USD/JPY eine Trendwende bescheren. JPY-Händler sollten sich heute auf hohe Kursschwankungen gefasst machen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Währungspaar zeigt sich in letzter Zeit äußerst volatil und verzeichnete gestern deutlich zinsbullische Tendenzen. Die meisten Oszillatoren sind heute nicht eindeutig. Zumindest auf der 4-Stunden- und Wochen-Chart werden die heutigen Tendenzen etwas klarer: Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich das Paar im „überkauften“ Bereich bewegt und eine rückläufige Preisentwicklung wahrscheinlich ist. Der MACD bestätigt, dass EUR/USD mittlerweile überkauft ist. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.
GBP/USD
Für dieses beliebte Währungspaar ergaben sich ebenfalls, trotz des bärischen Handels am Dienstag, am gestrigen Handelstag zinsbullische Tendenzen. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart zeigt, dass sich auch GBP/USD im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Der RSI der Stunden-Chart lässt wiederum erkennen, dass sich heute ein bärischer Trend abzeichnen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, ist bei diesem Paar möglicherweise eine beliebte Strategie unter den Anlegern am heutigen Handelstag.
USD/JPY
Insgesamt waren für USD/JPY in den vergangenen 2 Wochen bärische Tendenzen zu beobachten. Laut Tages- und 4-Stunden-Chart scheint diese Entwicklung kurz vor einer Trendwende zu stehen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart zeigt, dass das Paar im „überkauften“ Bereich schwankt, was bedeuten könnte, dass die nächste Bewegung eine zinsbullische sein könnte. Auch der MACD auf der 4-Stunden-Chart stützt diese Tendenz. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte hier heute von Vorteil sein.
USD/CHF
USD/CHF wurde letztlich zwischen 1,0540 und 1,0705 gehandelt. Einerseits stützt der MACD der Wochen-Chart einen bärischen Trend für heute. Andererseits deuten sowohl Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart, als auch MACD der Stunden-Chart auf einen zinsbullischen Umschwung hin. Bei USD/CHF einzusteigen, sobald sich deutlichere Signale abzeichnen, könnte eine gute Wahl für heute sein.


