2009-09-04
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar bei Kursverlusten vor US-Arbeitsmarktdaten
Der US-Dollar verzeichnete am Donnerstag einen minimalen Kursabfall zum EUR, als Anleger ihre Positionen im Vorfeld der für heute erwarteten US-Arbeitsmarktdaten kürzten. Zum Britischen Pfund rutschte der USD auf ein neues Wochentief ab. Dem vorausgegangen war ein US-Regierungsbericht, nach dem ein im Vergleich zum vergangenen Monat nachlassender US-Stellenabbau prognostiziert wurde, was die Attraktivität des Dollars als Zufluchtswährung minderte und gleichzeitig an der Kursstärke des Dollars zehrte. Der USD wurde gestern schließlich bei $1,6323 pro Pfund von zuvor $1,6275 gehandelt, nachdem zwischenzeitlich ein Stand von $1,6413, niedrigstes Niveau seit dem 25. August, erreicht wurde.
Zum japanischen Yen baute die amerikanische Währung ihre Gewinne rasch aus, nachdem das US-Institut für Versorgungsmanagement (ISM) erklärte, dass der ISM-Index für US-Dienstleister im August auf 48,4 Punkte gestiegen ist. Im Juli lag der Index noch bei 46,4 Punkten. Die US-Währung beendete den Handel bei 92,58 Yen, zuvor 92,28 Yen, und markiert zur vierten Woche in Folge und damit der längsten Zeitspanne seit Dezember, Verluste.
Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer heute die US-Arbeitsmarktdaten, NF-Payrolls, die ihren Einfluss auf die US-amerikanische Währung nehmen werden. Experten erwarten eine Verbesserung der Zahlen im Vergleich zu ihrer Vormessung. Viele Anleger verlassen sich jedoch auf diese Prognose nicht. Sollte das Ergebnis enttäuschen, könnte sich erneute Risikoaversion einstellen, die letzten Endes dem US-Dollar neuen Aufschwung verleiht. Ein positives Resultat könnte als Zeichen relativer wirtschaftlicher Stärke gedeutet werden und den Dollar ebenfalls in die Höhe treiben. Sollten Händler wieder mutiger werden und sich ihre Risikobereitschaft steigern, könnten sich Investitionen in Rohstoff- und gewinnbringende Anlagen wiederum auf Kosten des USD erhöhen.
EUR – EUR-Kursverluste gegenüber Dollar nach Trichet-Ansprache
Der EUR gab frühe Gewinne gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen wieder ab, nachdem die EZB zuvor ihren niedrigen Leitzins unverändert bei 1,0% gelassen hatte. EUR/USD rutschte gestern zu Handelsschluss bis auf $1,4250, nachdem die Rate noch im Tagesverlauf ein Hoch bei $1,4346 erreichte. Der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean Claude Trichet, warnte in einer an die Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz anschließenden Pressekonferenz vor übertriebenem Optimismus.
Unterdessen markierte die europäische Gemeinschaftswährung ihren ersten wöchentlichen Kursabfall gegenüber dem Britischen Pfund. Eine Entwicklung, die zuletzt am 7. August zu beobachten war. Trichet konkretisierte, dass die EZB, obwohl der tiefste Konjunktureinbruch in der Geschichte der Euro-Zone beendet sei, mit einer Zinserhöhung warten werde, bis sich die wirtschaftliche Situation im Euroraum nachhaltig gebessert hat. Das Britische Pfund konnte gestern deutlich an Boden gutmachen, nachdem Konjunkturdaten verdeutlichten, dass sich der UK-Dienstleistungsbereich schneller erhole, als noch im vergangenen Monat erwartet wurde. Die Nachricht brachte das Währungspaar GBP/USD am Donnerstag bis auf die Marke von $1,643.
Grundsätzlich denken die Notenbanker um Trichet noch nicht an ein Ende der Niedrigzinspolitik. Darüber hinaus will die EZB den Banken wie geplant zu Monatsende erneut unbegrenzt Liquidität zum Leitzins zur Verfügung stellen. Händler deuteten an, dass die Investoren von einer Erholung der Wirtschaft noch nicht vollständig überzeugt wären und daher wieder Dollar kauften. Dennoch notierte der EUR bei $1,4260, ein Level, dass sich bis zur Veröffentlichung der heutigen US-Arbeitsmarktdaten halten sollte.
JPY – Yen baut 7-Wochen-Hoch ab
Japans Yen verbuchte am Donnerstag gegenüber 14 der 16 Hauptwährungen Kursverluste. Die Marktteilnehmer befürchteten eine Fortsetzung der steigenden Aktienmärkte in Asien, was überraschend die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen stärkte. Der JPY gab dementsprechend gegenüber dem US-Dollar nach. Die hohen Aktienkurse, unter anderem an den China-Börsen, veranlassten Investoren dazu, ihre JPY-Anlagen zu drosseln.
Die japanische Währung könnte heute zum zweiten Tag in Folge gegenüber dem EUR abrutschen, da im September auslaufende NIKKEI-225-Termingeschäfte gestern in New York bei 10.235, höher als in Osaka bei 10.230, schlossen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar wird seit einigen Tagen innerhalb einer Spanne zwischen 1,4190 und 1,4380 gehandelt. Die Tages-Chart gibt insgesamt gemischte Signale aus. Zumindest auf der 4-Stunden-Chart werden die heutigen Tendenzen etwas deutlicher: Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich das Paar im „überkauften“ Bereich befindet, was bedeuten könnte, dass die nächste Bewegung in den kommenden Stunden eine zinsbullische sein könnte. Bei diesem Trend zu einem frühen Zeitpunkt einzusteigen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.
GBP/USD
Seit zwei Tagen verzeichnet dieses Cross GBP/USD einen zinsbullischen Trend. Dieser könnte jedoch heute noch ein Ende finden. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich GBP/USD inzwischen ebenfalls im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Der MACD der Tages-Chart stützt diese Tendenz. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.
USD/JPY
Dieses Cross verbuchte gestern, trotz deutlichen Verlusten im Wochenverlauf, Kursgewinne. Dennoch geben die Oszillatoren der Charts gemischte Signale aus. Einerseits deutet der Stochastic Slow der Tages-Chart und der MACD der 4-Stunden-Chart auf eine zinsbullische Bewegung für heute hin. Andererseits stützt der Stochastic Slow der Tages-Chart einen bärischen Trend. Diesem Handel beizutreten, sobald die Signale deutlicher werden, könnten heute die richtige Wahl sein.
USD/CHF
USD/CHF markierte gestern eine leichte bärische Kurskorrektur, nachdem das Cross noch am Mittwoch deutlich abgerutscht war. Der MACD der Stunden-Chart deutet auf heutige Kursgewinne hin. MACD der Wochen-Chart und Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart geben präzisere Zeichen aus und signalisieren einen Abwärtstrend. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute Gewinne bringen.


