2009-09-07
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD-Abwärtstrend setzt sich fort – geringes Handelsvolumen aufgrund Labor Day Feiertag
In der vergangenen Woche verzeichnete der US-Dollar intensive Börsengänge. Im Anschluss an die am Freitag veröffentlichten NFP-Daten, kletterte der USD angesichts eines überraschend positiven Ergebnisses rasch in die Höhe, beendete den Handelstag jedoch bei einem deutlich niedrigeren Kurs als die Gegenwährungen. Viele Händler verkauften ihre Dollar-Anlagen zugunsten risikoreicher Investitionen. Insgesamt fiel der USD zum EUR bis über die Marke von 1,4300 sowie auf 1,6400 zum Pfund Sterling.
Am Wochenende waren die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten in London zusammengekommen, um den Gipfel Ende September in Pittsburgh vorzubereiten. Neuer Marktoptimismus verbreitete sich infolgedessen unter den Marktteilnehmern, deren Risikobereitschaft erneut geweckt wurde. Diesen Trend stützen darüber hinaus die Abwärtstendenzen des japanischen Yen gegenüber den Hauptwährungen, die einen Verkauf von Safe-Havens markieren, zu denen momentan auch der USD zählt.
Da in den USA und Kanada heute der gesetzliche Feiertag Labor Day gefeiert wird, dürfte der Handel eher knapp ausfallen. Solange diese beiden Wirtschaftsgiganten die Märkte nicht mit Liquidität versorgen, wird ein Großteil der aktuellen Trends in den kommenden zwei Tagen unverändert bleiben. Händler könnten hier Profite erzielen, indem sie den Märkten beitreten, bevor die Trendwende einsetzt.
EUR – EUR profitiert von wachsendem Verbrauchervertrauen
Die US-NFP-Daten des vergangenen Freitag, die verdeutlichten, dass sich der Stellenabbau in den Vereinigten Staaten im August abgeschwächt hat, stützten die europäische Währung und veranlassten Anleger ihre Handelsstrategien auf gewinnträchtigere Investitionen zu fokussieren. Der EUR kletterte zu Handelsschluss am Freitag bis über die Marke von 1,4300 zum USD. Zum GBP erreichte die Gemeinschaftswährung ein Level von 0,8730, während auch zum JPY Kursgewinne deutlich wurden. Hier schloss der Euro bei 133,40.
Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone steigt bereits seit geraumer Zeit kontinuierlich. Der September scheint ein besonders positiver Monat für die 16-Nationen-Währung zu werden. Einigen Experten zufolge könnte das 13-Monats-Hoch dieses Indikators nun einen Wendepunkt für die globale Rezession signalisieren. Die jüngsten Aufwärtstendenzen des EUR stützen die Währung in ihrer Stärke, die derzeit Kursgewinne gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen verzeichnet.
Aufgrund des heutigen Feiertages Labor Day in den USA und Kanada, werden die Eurozone und Großbritannien die Märkte im Laufe des Tages bestimmen. Insgesamt dürften sich die aktuellen Trends unverändert fortsetzen. Lediglich das Ergebnis des deutschen Auftragseingangs für Juli, ausgegeben von Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), könnte dem EUR einen Dämpfer versetzen, sollten die Zahlen die Prognosen enttäuschen.
JPY – JPY durch US-Arbeitsmarktdaten im freien Fall
Nachdem Japans Yen in den vergangenen zwei Wochen Kursgewinne gegenüber den Hauptgegenwährungen verbuchte, ergab sich zum letzten Wochenende ein einschneidender Abwärtstrend für die asiatische Währung. Dabei notierte der JPY zum USD bei 93,15, zum EUR bei 133,45 und bei nur 153,00 zum GBP. Ein wachsender Marktoptimismus in Anlehnung an die am Freitag veröffentlichten positiven Arbeitsmarktberichte aus den USA und Kanada, versetzte der japanischen Währung einen heftigen Schlag.
Da Kanadier und US-Amerikaner heute den Labor Day feiern, werden voraussichtlich EUR und JPY zu den führenden Währungen auf dem Markt. Bei einer begrenzten Liquidität und einigen wenigen Konjunkturdaten, wird der aktuelle JPY-Abwärtstrend höchstwahrscheinlich voranschreiten. Forex-Anlegern können diesem Markt jetzt noch in einer verhältnismäßig frühen Phase beitreten, um auskömmliche Gewinne zu erzielen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Ein neues Cross -Tendenz fallend- des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart hat sich jedoch mittlerweile herausgebildet und lässt bereits in unmittelbarer Zukunft auf eine rückläufige Ausrichtung vermuten. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
GBP/USD
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart deutet mit einem rückläufigen Cross auf eine bärische Preiskorrektur hin, die schon bald einsetzen könnte. Auch das rückläufige Cross des Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. In diesem Fall gilt: Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich fort. Der Slow Stochastic der Tages-Chart schwankt hier im neutralen Bereich. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich eine Abwärtskorrektur ankündigt. Auch hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald der Durchbruch der unteren Handelsgrenze erfolgt.
USD/CHF
In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Daten lassen jedoch darauf schließen, dass sich bereits in nächster Zukunft eine Trendwende einstellen könnte. Beispielsweise verdeutlicht der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein Aufwärtstrend wird ebenfalls vom RSI der Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.


