2009-09-10
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD fällt in diesem Jahr um 3,7% zum EUR
Der Dollar-Index erreichte gestern ein neues Rekordtief. Äußerst niedrige Kreditzinsen veranlassten die Händler dazu, ihre Dollar-Anlagen abzustoßen und gewinnträchtigere Investitionen zu tätigen. Der Dollar-Index, der den Kursverlauf der US-amerikanischen Währung im Vergleich zu den Währungen der sechs wichtigsten US-Handelspartner darstellt, stand gestern bei 77,002, nachdem dieser zuvor im Tagesverlauf um 0,7% auf 76,803 abgerutscht war und damit das niedrigste Niveau seit dem 26. September 2008 markierte.
Der USD erfährt weiterhin Abwärtsdruck. Viele Marktteilnehmer glauben an ein baldiges Ende des globalen Wirtschaftsabschwungs und setzten daher vermehrt auf gewinnträchtige und risikoreiche Anlagen zu Lasten von Dollar-Investitionen. Gleichzeitig vermuten Experten, dass die US-Notenbank ihren Leitzins in absehbarer Zeit anheben wird. Während das Konjunkturprogramm der Regierung den USA aus der Rezession hilft, wurden begleitend große Mengen an Dollar in die Wirtschaft gepumpt, die Arbeitslosenrate steigt jedoch kontinuierlich.
Diese USD-Mengen, bei einer äußerst niedrigen Rendite für auf US-Dollar lautende Vermögenswerte, die sich durch das tiefe Zinsniveau ergeben, lassen den USD in einem uninteressanten Licht für Investoren erscheinen, die derweilen den JPY zur bevorzugten Carry Trade-Währung wählen.
Um 14:30 Uhr werden heute zwei überaus wichtige US-Indikatoren veröffentlicht: die US-Handelsbilanz für Juli sowie die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche. Analysten gehen von einer leichten Verbesserung bezüglich der Arbeitslosenrate aus. Sollte das Ergebnis enttäuschen, könnten jüngste Dollar-Verluste wieder ausgeglichen werden.
EUR – EUR bleibt mit über $1,4500 in Schwung
Der EUR konnte am Mittwoch sein Momentum halten, nachdem einen Tag zuvor die obere Grenze der Handelsspanne von $1,4450, in denen sich die europäische Währung in den Sommermonaten bewegte, schließlich überwunden wurde. Nachfolgend wurde der EUR bei über $1,45 gehandelt, nachdem die Gemeinschaftswährung kurzfristig bis auf $1,46 kletterte und damit ein Rekordhoch in über neun Monaten markierte.
Zu später Handelsstunde notierte der EUR bei $1,4553. Zu Handelsschluss am Dienstag schloss die Währung noch bei $1,4499. Zum Yen wurde der EUR bei 134,02 Yen, von zuvor 133,73 Yen gehandelt. Das Britische Pfund wiederum notierte bei $1,6532, von zuvor $1,6499.
Derzeit profitiert der EUR deutlich von der Annahme der Marktteilnehmer, nach der sich die Konjunkturlage in der Eurozone in einem schnelleren Tempo erhole, als die der USA. Indes scheint der EUR darüber hinaus eine beliebte gewinnträchtige Alternative zum USD geworden zu sein.
Heute erwarten die Marktteilnehmer die für 13:00 Uhr angesetzte Bekanntgabe Großbritanniens zum Zinsbeschluss des geldpolitischen Rats. Obwohl eine Änderung des Zinssatzes unwahrscheinlich ist, bleibt die Ankündigung mit ihrem Einfluss auf den GBP von großer Bedeutung. Die im vergangenen Monat getroffene Entscheidung der Regierung, die Sonderpolitik der quantitativen Lockerung in England fortzuführen, brachte den GBP aus dem Gleichgewicht gegenüber seinen Gegenwährungen. Wird sich eine solche Entwicklung heute wiederholen?
JPY – Yen auf 7-Monatshoch zum USD
Japans Währung kletterte gestern gegenüber dem US-Dollar um 0,8% in die Höhe und wurde bei 91,61, dem höchsten Niveau sein dem 17. Februar, gehandelt. Zum EUR rutschte der Yen jedoch um 0,2% ab und notierte hier bei 133,98 pro EUR. Eine Unterstützung der asiatischen Währung ergibt sich aktuell aus dem Austausch-Effekt zwischen USD und JPY als bevorzugte Carry Trades-Währung.
Gleichwohl sind diese neuen Höchststände voraussichtlich nicht beständig, da die Bank of Japan (BOJ) ihre Landeswährung in der Regel nicht unkontrolliert in die Höhe klettern lässt, ohne dass sich eine deutliche Verbesserung der Wirtschaftslage abzeichnet. Von diesem Tatbestand ist Japan jedoch noch weit entfernt.
Da Japan heute keine bedeutenden Indizes veröffentlicht, werden die kurzfristigen Tendenzen des Yen voraussichtlich von Konjunkturdaten aus den USA und Europa bestimmt werden.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Kurzzeit-Indikatoren dieses Paar lassen eine eindeutige Ausrichtung nicht erkennen. EUR/USD bewegt sich im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart und signalisiert Abwärtsdruck. Mit einem bärischen Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart sowie des MACD auf der 4-Stunden-Chart, scheint die nächste Bewegung bärisch zu werden. Eine gute Entscheidung könnte lauten: Den abwärtsgerichteten Trend abzuwarten, um im auf fallende Kurse zu setzen.
GBP/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Auf der Tages-Chart nähert sich GBP/USD ebenfalls diesem Bereich des RSI, was auf starke Abwärtstendenzen hindeutet. Ein bärisches Cross des MACD auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen sich ankündigenden Abwärtstrend. Verkaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.
USD/JPY
Der MACD der 4-Stunden-Chart lässt ein neu entstandenes zinsbullisches Cross erkennen, was eine bevorstehende zinsbullische Preiskorrektur markiert. Der Kurs bewegt sich darüber hinaus im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages- und 4-Stunden-Chart, was den vorgenannten Trend stützt. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Der MACD gibt auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart zinsbullische Crosse aus. Ein solches lässt der Slow Stochastic der Tages-Chart ebenfalls erkennen. Ein Aufwärtstrend könnte unmittelbar bevorstehen. Kaufen ist möglicherweise heute eine gute Entscheidung.


