2009-09-11
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar gibt nach und Aktienmärkte steigen
Der US-Dollar verzeichnete gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen gestern Verluste. Dabei wurde die US-amerikanische Währung nahe eines neuen Jahrestiefs zum EUR gehandelt. Investoren erprobten zuvor risikoreiche aber gewinnträchtige Anlagen, angesichts eines deutlichen Kursanstiegs an den globalen Aktienmärkten. Bis Handelsschluss rutschte der USD gegenüber dem EUR bis auf 1,4603 ab. Auch gegenüber dem GBP ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Hier schloss der USD bei 1,6699.
Gegenüber EUR und japanischem Yen verlor der Dollar in dieser Woche täglich an Boden und markierte gestern sogar zum dritten Tag in Folge Kursverluste zum Pfund Sterling. Analysten ordnen diese deutlichen Abwärtstendenzen des Dollar einer gesteigerten Risikobereitschaft und wachsendem Konjunkturoptimismus zu. Dies veranlasst die Anleger, in Währungen und Rohstoffe anzulegen, die höhere Erträge abwerfen und in dieser Woche einen Kursanstieg verzeichneten.
Einer der wichtigsten Indikatoren des gestrigen Handelstages waren die US-Arbeitslosenerstanträge. Auch wenn die Arbeitslosenquote geringer als befürchtet gestiegen ist, stützten die Zahlen den US-Dollar nicht. Ein Großteil der Anleger wartet heute zunächst weitere Daten ab, um Handelsstrategien zu bestimmen.
Wichtigster Indikator der US-Wirtschaft heute sind die US-Import- und Exportpreise für August um 14:30 Uhr. Anleger sollten ihr Augenmerk hauptsächlich auf diese Veröffentlichung richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den USD kurzfristig in die Höhe treiben. Darüber hinaus wird um 22:45 Uhr eine Ansprache von US-Finanzminister Timothy Geithner erwartet. Die Marktteilnehmer gehen von einer hohen Dollar-Volatilität im Anschluss an diese Rede aus. Anleger sollten demnach die Bewegungen der US-Währung nicht aus den Augen verlieren, nach denen sich die Tendenzen zum kommenden Wochenauftakt bestimmen lassen.
EUR – EUR/USD Kurspaar auf Jahreshoch
Der EUR kletterte gestern gegenüber dem US-Dollar auf neue Höchststände, nachdem sich Kursgewinne an den US-Aktienmärkten ergaben und die Rohstoffpreise stark anzogen. Die Gemeinschaftswährung der 16 Nationen notierte dementsprechend bei 1,4612 zum USD und markierte somit einen neuen Rekord für 2009. Der EUR blieb überwiegend unverändert gegenüber dem CHF und schloss hier um die Marke von 1,5140.
Der EUR stand am gestrigen Handelstag unter dem Einfluss steigender globaler Aktienmärkte sowie eines bärischen US-Dollar. Der deutliche Anstieg der Aktienmärkte veranlasste USD-Anleger, wieder vermehrt in EUR zu investieren. Am Donnerstag orientierten sich die Marktteilnehmer verstärkt an risikoreichen und gewinnträchtigen Positionen.
Größte Triebkraft unter den Hauptwährungen war jedoch das Pfund Sterling, das angesichts eines sich in Großbritannien allgemein verbreitenden Optimismus in Bezug auf die UK-Wirtschaft und den Finanzsektor, in die Höhe schnellte. Englands Notenbank entschied sich erwartungsgemäß dazu, ihren historisch niedrigen Zinssatz von 0,50% unverändert zu belassen. Bereits zum ersten Quartal dieses Jahres hatte die BoE ihre Leitzinsrate auf das jetzige Rekordtief gesenkt und den Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen festgelegt. Einigen Konjunkturberichten zufolge scheint sich ein aufhellender Konjunkturausblick für Englands verarbeitende Industrie zu ergeben. Die Produktion stieg hier im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Punkte im Juli an. Dies war der deutlichste Anstieg seit Januar 2008.
Wichtigster Index der Eurozone heute wird aus Großbritannien veröffentlicht: die Erzeugerpreise für August (Output-Basis) um 10:30 Uhr. Experten erwarten eine Ergebnissteigerung im Vergleich zur vorherigen Lesung. Anleger sollten hier aufmerksam bleiben. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den GBP kurzfristig weiter stärken.
JPY – Yen mit großen Gewinnen gegenüber US-Dollar
Der Kurs des japanischen Yen stieg am Donnerstag gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen an und bewies damit, dass der JPY für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Dabei weitete der Yen seine Kursgewinne zum US-Dollar auf 91,40 aus, nachdem viele Investoren ihre USD-Anlagen verkauften. Der JPY verzeichnete ebenfalls zinsbullische Tendenzen gegenüber dem EUR und schloss hier bei 133,60.
Händler sind über den jüngsten JPY-Kursanstieg mittlerweile besorgt, da dieser die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Produkte im Ausland mindert und somit dem Verkaufswert schadet. Die zuvor erreichten kontinuierlichen Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar, lassen sich im Grunde aus der Rückführung von Einnahmen in Übersee durch japanische Unternehmen in die regionale Wirtschaft herleiten. Nutznießer dieser Marktentwicklungen ist erwiesenermaßen der JPY. In Asien wird darauf verwiesen, dass Investoren sowohl Dollar wie auch Euro gegenüber der heimischen Währung verkaufen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Cross signalisierte in den vergangenen eineinhalb Wochen zinsbullische Tendenzen und wird momentan um die Marke von 1,4615 gehandelt. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich EUR/USD inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Auch der MACD der Wochen-Chart stützt diese Tendenz. Bei diesem Trend zu einem frühen Zeitpunkt einzusteigen, könnte Forex-Anleger heute große Gewinne einbringen.
GBP/USD
GBP/USD zeigte sich in den vergangenen 2 Tagen äußerst zinsbullisch und wird aktuell bei 1,6700 gehandelt. Dabei bewegt sich das Kurspaar an der oberen Grenze der Bollinger Bands auf der Tages-Chart. Hier stellt sich eventuell schon bald eine Abwärtsausrichtung ein. Der Slow Stochastic weist zusätzlich ein rückläufiges Cross auf der 4-Stunden-Chart aus, was ebenfalls ein Anzeichen für einen Abwärtstrend sein könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Dieses Währungspaar verzeichnete in der vergangenen Woche Kursverluste und wird momentan um die 91,30-Marke gehandelt. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bildet aktuell ein zinsbullisches Cross. Ein Aufwärtstrend steht bevor. Der RSI der Stunden-Chart zeigt, dass das Paar im „überkauften“ Bereich schwankt, was ebenfalls darauf hindeutet, dass die nächste Bewegung eine zinsbullische sein könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.
USD/CHF
Die Oszillatoren der Charts geben insgesamt gemischte Signale für USD/CHF aus. Einerseits deuten MACD der 4-Stunden-Chart und RSI der Tages-Chart auf einen zinsbullischen Trend für heute hin. Andererseits stützen MACD und RSI der Wochen-Chart einen möglichen bärischen Trend. Diesem Markt beizutreten, wenn die Signale deutlicher werden, könnte heute die richtige Wahl sein.


