2009-09-16

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Erhöhte Risikobereitschaft setzt US-Dollar auf Tiefstand
Der US-Dollar verzeichnete am Dienstag Kursverluste und erreichte dabei ein neues Rekordtief dieses Jahres, nachdem zuvor erzielte Gewinne gegenüber den Hauptwährungen korrigiert wurden. Gestern ausgegebene US-Konjunkturdaten -Einzelhandelsumsätze sowie Erzeugerpreisindex- übertrafen die Erwartungen der Experten und verstärkten die Annahme einer sich vollziehenden konjunkturellen Erholung. Angesichts der fortschreitenden globalen Wirtschaftserholung und einer begleitenden Risikodiversifikation, könnte der US-Dollar in den kommenden Monaten weiterhin unter Druck geraten. Zum japanischen Yen verlor die US-amerikanische Währung bereits an Boden und notierte zu Handelsschluss bei 91,07 Yen, von zuvor 91,02 Yen am Montag.
Darüber hinaus wirkten sich die ansteigenden Kurse an den globalen Aktienmärkten negativ auf den USD als Safe-Haven-Währung aus. Der Dollar tendiert seit Monaten dazu, sich genau entgegengesetzt der Aktienkurse zu bewegen und fördert dementsprechend die Bereitschaft der Händler, in risikoreiche Anlagen zu investieren. Seit über einem Monat scheint dieser Trend jedoch abzunehmen, während sich die traditionelle Korrelation zwischen USD und Konjunkturdaten wieder einstellt. Im August verkauften Investoren verstärkt USD-Anlagen. Ein sich verbreitender globaler Marktoptimismus mindert die Nachfrage nach „sicheren“ Währungen. Der Ausblick auf eine geringe US-Rendite und ein sich steigerndes US-Haushaltsdefizit schürt den Dollar-Abstoß.
Heute werden einige wichtige US-Fundamentaldaten veröffentlicht: der US-Verbraucherpreisindex für den Monat August, die US-Leistungsbilanz des 2. Quartals, US-Industrieproduktion für August sowie der NAHB US-Stimmungsindex der Bauunternehmen für den Monat September.

EUR – Pfund fällt gegenüber USD und EUR
Am Dienstagmorgen verbuchte der EUR zunächst Verluste gegenüber dem US-Dollar, nachdem Deutschlands Index der ZEW-Konjunkturerwartungen die Prognosen enttäuschte. Im weiteren Handelsverlauf glich die Gemeinschaftswährung jedoch einen Teil des Kursabfalls wieder aus und notierte bei $1,4671, von noch zuvor $1,4614 am Montag.
Einer der Hauptaktionäre des gestrigen Devisenhandels war das Britische Pfund, das zum USD Kursverluste verzeichnete und gegenüber der europäischen Währung bis auf ein 3-Monatstief abrutschte. Zuvor hatte BoE-Gouverneur Mervyn King am Dienstag bei einer Parlamentsanhörung in London verdeutlicht, dass Englands Zentralbank eine Senkung des Einlagensatzes der Geschäftsbanken in Erwägung ziehe. Der GBP fiel daraufhin um 5% zum USD auf $1,6498 und der EUR kletterte gegenüber dem GBP mit 88,94 Pence auf einen neuen Höchststand seit Juni.
Während heute keine bedeutenden Konjunkturdaten aus der Eurozone erwartet werden, könnte die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für August (Arbeitslosengeldbezieher) aus England dem Pfund neuen Aufschwung verleihen. Sollte der Index der Eurozonen-Verbraucherpreise für August ein negatives Ergebnis ausgeben, wird auch der EUR voraussichtlich nicht unbeeinflusst bleiben.

JPY – Ermutigende US-Daten drücken JPY
Zum gestrigen New Yorker Börsenschluss noch bei 133,47 pro EUR gehandelt, stand Japans Währung heute früh bereits bei 133,45 pro EUR. Zum USD war ebenfalls eine leichte Bewegung bei 91,02 pro USD von zuvor 91,05 zu erkennen. Vielversprechende US-Konjunkturdaten weisen laut Analysten auf ein Rezessionsende hin und veranlassen Investoren in gewinnträchtigere Anlagen zu investieren.
Für den für heute um 15:15 Uhr erwarteten Bericht zur Industrieproduktion Japans, prognostizieren Experten einen Anstieg von 0,6%, was hier der deutlichsten Erholung seit Oktober entspricht. Demnach gehen die Marktteilnehmer von weiteren Yen-Verkäufen zugunsten risikoreicherer Gegenwährungen aus.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich jedoch bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass eine abwärts gerichtete Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht. Es gilt: Bei eng gesetzten Stopps verkaufen, sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

GBP/USD
Als Ergebnis des deutlichen Abwärtstrends am gestrigen Handelstag, befindet sich dieses Paares nun im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Hier könnte sich noch heute eine zinsbullische Preisausrichtung ergeben. Auch der Slow Stochastic der Stunden-Chart scheint ein bevorstehendes zinsbullisches Cross auszugeben, was die zuvor beschriebene Entwicklung bestätigt. Eine gute Entscheidung könnte sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.

USD/CHF
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst deutlichen Abwärtstrends, der seit 3 Tagen anhält und nach wie vor ein starkes Momentum ausweist. Der bärische Trend trägt auf lange Sicht weiteres Potenzial in sich. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens könnte eine minimal zinsbullische Preiskorrektur beobachtet werden, bevor sich der Abwärtstrend schließlich fortsetzt. Bei Höchstständen zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.

 

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