2009-09-18
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD profitiert von Kurseinbrüchen an der Börse
Der US-Dollar vermochte es, gewonnenes Terrain am Donnerstag zu halten, nachdem der jüngst pessimistische Konjunkturausblick der Marktteilnehmer weiteren Verkaufsdruck auf Aktien und gewinnträchtige Währungen ausübte. Die US-amerikanische Währung notierte zuvor noch schwächer. Dem vorausgegangen waren steigende Aktienkurse, die nach Ausgabe des Frühindikators der Notenbank von Philadelphia zur Konjunkturlage überraschend sprungartig anstiegen.
Zum Yen legte der US-Dollar am Donnerstag zu und kletterte von 90,84 auf 91,21. Erst am Mittwoch rutschte der Dollar zur japanischen Währung bis auf einen neuen Tiefstand der letzten sieben Monate ab. Dieser Abwärtstrend verstärkte sich zunächst, nachdem sich Japans Finanzminister Hirohisa Fujii für einen starken Yen aussprach, der für die Wirtschaft des Inselstaates vorteilhaft sei.
Seit einigen Wochen scheint das Potenzial des Dollar ausgeschöpft zu sein – mit einem Verlust des Dollar-Indexes von insgesamt 2,4% in diesem Monat. Den Abwärtsdruck führen Experten teilweise auf eine erhöhte Risikobereitschaft zurück, die Investoren dazu veranlasst, den „sicheren“ Dollar-Status zugunsten von Aktien und weiteren Anlagen zu meiden.
Dennoch gehen Experten davon aus, dass sich die herkömmliche Korrelation zwischen USD und Konjunkturdaten wieder einstellen wird, nach der die US-Währung auf der Grundlage positiver Wirtschaftsdaten gewinnt und schwächer schließt, sobald US-Konjunkturprognosen düster werden.
EUR – EUR auf neuem Jahreshöchstkurs gegenüber US-Dollar
Die europäische Gemeinschaftswährung kann ihren aktuellen Kursanstieg zum USD erweitern und bewegt sich im frühen Freitagshandel auf neue Jahreshöchstkurse zu. Demgegenüber legten auch Aktien- und Rohstoffkurse angesichts neuer Erwartungen auf eine Wirtschaftserholung zu und setzten den Dollar weiter unter Druck. Zum dritten Tag in Folge verbuchte der EUR Gewinne und kletterte bis auf $1,4716. Zu Handelsschluss notierte der Euro bei $1,4737, der höchster Stand seit vergangenem September. Insgesamt zog der EUR in diesem Monat um 2,5% an. Ursache für diese Entwicklung ist unter anderem ein verbessertes Anlegervertrauen sowie die Annahme der Marktteilnehmer, dass der US-Leitzins zunächst noch einige Zeit auf Tiefstniveau verbleibt.
Zum Pfund Sterling wurde Europas Hauptwährung nahe eines neuen Rekordhochs der letzten 4 Monate gehandelt. Diese Entwicklung hatte gestern ihre Gültigkeit, bevor der heutige Bericht zu Deutschlands Erzeugerpreisen unter Beweis stellen wird, ob sich der Rückgang dieser auch im Monat August in einem langsameren Tempo als zuvor vollzieht. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, könnte es eine erfolgende Konjunkturerholung in der 16-Nationen-Region bestätigen. Mit einer UK-Arbeitslosenrate auf einem neuen Höchststand seit 1995, wurde das Pfund nahe eines Rekordtiefs seit Mai gehandelt.
Zum ersten Mal seit dem 30. Dezember konnte EUR/GBP die 0,89er-Marke nachhaltig überwinden. Um 73 Punkte kletterte das Währungspaar von 0,8896 auf 0,8969. Experten gehen davon aus, dass sich der GBP auch in den kommenden Monaten weiterhin abschwächen wird. Englands Regierung versucht derzeit, Ausgaben einzudämmen und behält ihre expansive Geldpolitik bei, so Analysten.
JPY – Yen mit Kursgewinnen nach Shirakawa (BoJ) -Ansprache
Unterstützung fand Japans Yen zunächst durch die Aussage von Finanzminister Hirohisa Fujii. Dieser betonte, dass die Währungen derzeit keinen schnellen Bewegungen unterlägen und sprach sich demnach gegen eine Intervention durch die Zentralbank aus, solange die Marktbewegungen moderat blieben. Der Yen kletterte im Tagesverlauf bis auf ein Hoch zum Dollar und drückte die US-Währung um mehr als 0,2% abwärts auf ungefähr 90,60 Yen. Vor der Stellungnahme des Finanzministers wurde das Paar bei 90,90 Yen gehandelt.
Des Weiteren trieb eine gestrige Ansprache von BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa den JPY in die Höhe. Dieser erklärte, dass ein starker Yen die Preise kurzfristig nach unten drücken, die Wirtschaft auf lange Sicht jedoch ankurbeln könnte. Zum EUR stieg Japans Währung sprunghaft in die Höhe und glich zuvor erreichte EUR-Gewinne wieder aus. Das Währungspaar notierte mit leichten Verlusten zum Vortag bei 133,54 Yen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die gestrige Unterbrechung des zinsbullischen Trends könnte eine längerfristige sein. Die Tages-Chart gibt ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic-Oszillators aus. Dies könnte bedeuten, dass eine rückläufige Preiskorrektur bevorsteht. Die Tages-Chart weist das Paar außerdem im „überkauften“ Bereich des RSI (Relative Strength Index) aus. Möglicherweise ist EUR/USD durch den Aufwärtstrend der vergangenen Woche überbewertet. Händler sollten bei diesem Währungspaar eventuell auf fallende Kurse setzen und verkaufen.
GBP/USD
Dieses Währungspaar könnte heute kurzfristige Aufwärtstendenzen an den Tag legen. Auf der Stunden-Chart ist zu erkennen, dass GBP/USD im „überkauften“ Bereich des RSI gehandelt wird. Hier ergibt sich möglicherweise Aufwärtsdruck für das Paar. Die 4-Stunden-Chart zeigt eine Preisbewegung, die im unteren Grenzbereich der Bollinger Bands begann und sich möglicherweise noch bis in den oberen Bereich ausweiten könnte. Hier ist es eventuell richtig, zu kaufen und auf steigende Kurse zu setzen.
USD/JPY
Die Bollinger Bands der Stunden-Chart verengenden sich weiterhin und kündigen eine mögliche deutliche Überwindung der Handelsspanne an. Die Wochen-Chart gibt darüber hinaus ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic aus. Potenzial für eine längerfristige Aufwärtsbewegung besteht. Händler könnten heute profitieren, wenn sie bei diesem Paar auf steigende Kurse setzen.
USD/CHF
Während USD/CHF seinen Abwärtstrend fortsetzt, lässt sich auf der Tages-Chart bereits erkennen, dass die rückläufigen Tendenzen zum Ende kommen könnten. Auf der Tages-Chart ist ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic-Oszillators zu erkennen. Dies könnte bedeuten, dass sich eine Trendwende einstellt. Außerdem wird das Paar momentan weit unter dem unteren Bereich des RSI (Relative Strength Index) gehandelt, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass USD/CHF derzeit „überkauft“ ist. Jetzt könnte der Zeitpunkt richtig sein, zu kaufen.


