2009-09-23

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar fällt vor Fed-Sitzung
Der US-Dollar nahm gestern wieder leichte Abwärtstendenzen auf, nachdem Anleger weltweit sich erneut risikofreudig zeigten und somit die Nachfrage nach einem „sicheren“ US-Dollar herunterschraubten. Dementsprechend eröffneten Händler ihre Positionen am ersten Sitzungstag des US-Offenmarktausschusses. Darüber hinaus schwächelte die US-amerikanische Währung aufgrund von aufkommenden Spekulationen über den morgen beginnenden G20-Gipfel.
Einige Anleger gehen davon aus, dass die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer eine Zurückführung der globalen Handelsungleichgewichte durchsetzen werden, was den Gegenwährungen des Dollars weiteren Auftrieb verleihen könnte. Am gestrigen Handelstag wurde der Dollar bei $1,4794 pro EUR von zuvor $1,4790 gehandelt. Im Tagesverlauf erreichte die US-Währung ein Tief um $1,4842 und markierte damit einen neuen Tiefstand seit dem 22. September 2008.
Der stark unter Druck geratene Dollar zog noch am Montag angesichts der schwachen Aktienmärkte etwas an. Händler zeigten leichte Risikoaversion im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Ergebnisse des heutigen Offenmarktausschuss-Treffens sowie des G20-Gipfels am Wochenende. Die Wiederaufnahme der Risikobereitschaft am Dienstag, reflektiere jedoch die bestehenden Zweifel am Markt, dass keines der beiden Ereignisse bedeutende Veränderungen hervorrufen könnten, so Experten.
Insgesamt bleibt die Marktstimmung in Bezug auf den USD bärisch. Analysten gehen davon aus, dass die US-Notenbank ihre übermäßig lockere Währungspolitik noch weit bis ins kommende Jahr hinein fortsetzen wird. Ferner wird die Konferenz der G20 mit ihrem Vorsatz, das Gleichgewicht der globalen Wirtschaft wieder herzustellen, dem US-Dollar voraussichtlich zusätzliche Abwärtstendenzen bescheren. Die US-Notenbank wird ihren Fed-Funds-Zielsatz höchstwahrscheinlich unverändert belassen. Die Marktteilnehmer warten jedoch auf weitere Anhaltspunkte zum Fed-Programm „Ankauf von US-Staatsanleihen“. Jeglicher Beweis einer Fortsetzung des Kurses der quantitativen Lockerung über dieses Jahr hinaus, könnte den US-Dollar auf ein neues Rekordtief bringen.

EUR – EUR erreicht in diesem Jahr erstmals $1,48
Der EUR kletterte am Mittwochmorgen bis auf ein neues Jahreshoch gegenüber dem fallenden US-Dollar. Anleger nutzten den USD-Kursanstieg vom Vortag zu ihrem Vorteil und verkauften Dollar-Positionen vor dem für heute beginnenden Treffens des US-Offenmarktausschusses. Dabei verzeichnete die europäische Währung Kursgewinne, da die Hoffnung auf eine nachhaltige globale Wirtschaftserholung Investoren dazu veranlasste, ihre Anlagen vom „sicheren“ US-Dollar auf gewinnträchtigere Währungen zu verlagern.
Im späten Handel legte der EUR um 0,8% zu und notierte bei $1,4796. Analysten führen die Gewinne auf die Kursaufschläge am asiatischen Aktienmarkt zurück, die die Gemeinschaftswährung zum ersten Mal seit September 2008 bis über die Marke von $1,48 drückten. Bundesbankpräsident Axel Weber erklärte am Dienstag, dass diese Entwicklung am Währungmarkt angesichts der „starken Daten aus der Eurozone im Vergleich zu anderen Regionen“ nicht überraschend sei. Händler rechnen mit einem nächsten Richtpreis für EUR/USD bei $1,4870. Viele prognostizieren sogar eine mögliche Bewegung zurück bis zum $1,50-Niveau.
Auch das Britische Pfund machte zum ersten Mal in 4 Tagen Boden zum US-Dollar gut, nachdem die globalen Aktienmärkte auf Hinweis einer zunehmenden globalen Konjunkturerholung anzogen. Dabei stieg das Pfund Sterling um 1% auf $1,6376 in die Höhe. Zum EUR legte der GBP um 0,2% auf 90,33 Pence zu und beendete somit einen 6-tägigen Abwärtstrend gegenüber der Gemeinschaftswährung.
Mittlerweile hatte Englands Währung zum EUR ihr niedrigstes Level in über 5 Monaten erreicht, seitdem die Goldman Sachs Group Inc. empfohlen hatte, die europäische Gemeinschaftswährung zugunsten des Sterlings zu verkaufen.

JPY – Yen steigt während USD unter Druck bleibt
Der japanische Yen erweiterte seine Kursgewinne zum US-Dollar am Mittwochmorgen, nachdem Investoren der US-Währung im Vorfeld der Fed-Sitzung sowie des bevorstehenden G20-Gipfeltreffens den Rücken kehrten. Damit verzeichnete Japans Währung zum 2. Tag in Folge Gewinne gegenüber dem US-Dollar, während die Marktteilnehmer darüber spekulieren, welche politischen Maßnahmen die Staats- und Regierungschefs ergreifen werden, um das globale Wirtschaftswachstum wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der JPY kletterte auf 90,82 Yen pro USD, von zuvor 91,10 sowie auf 134,40 Yen pro EUR von 134,76.
Experten erwarten weitere Aufwärtstendenzen für die japanische Währung, noch bevor der zukünftige Finanzminister Hirohisa Fujii in diesem Monat sein Amt übernimmt. In der vergangenen Woche erklärte Fujii , dass ein starker Yen, die Kaufkraft der japanischen Wirtschaft erhöhen könnte. Fujii nahm von dieser Äußerung jedoch nachträglich Abstand. Dennoch bleibt die Erwartung, dass die Demokratische Partei, die im vergangenen Monat mit ihrem Wahlsieg triumphierte, versuchen werde, die Abhängigkeit Japans vom Export zu mindern und den Yen zu stärken.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar setzt sein zinsbullisches Momentum fort und wird nun um die 1,4815-Marke gehandelt. Da sowohl MACD als auch RSI der 4-Stunden-Chart aufwärts gerichtet sind, scheint sich der Aufwärtstrend auch heute fortzusetzen. Kaufen könnte hier eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Seitdem bei diesem Paar die 1,6130-Marke erreicht wurde, hat sich für GBP/USD ein äußerst deutlicher Aufwärtstrend ergeben. Ganz aktuell hat das Währungspaar die Marke von 1,6400 überwinden können. Das zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart könnte bedeuten, dass ein weiterer zinsbullischer Tag bevorsteht.

USD/JPY
Auf der Tages-Chart formt sich derzeit eine eindeutig rückläufige Handelsspanne, in deren unteren Bereich dieses Paar mittlerweile schwankt. Die nächste solide Unterstützungsmarke könnte bei 90,00 liegen. Sollte das Paar bis unter diese fallen, könnte das als Zeichen für einen langfristigen Abwärtstrend gedeutet werden.

USD/CHF
Dieses Paar verbleibt in seinem rückläufigen Momentum und bewegt sich nun auf die 1,0200-Marke zu. Alle Oszillatoren der Tages-Chart sind abwärts gerichtet. Allem Anschein nach, wird sich der Abwärtstrend auch heute fortsetzen.

 

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