2009-09-29
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD-Anstieg setzt sich fort, JPY noch schneller als Dollar
Der USD setzt seinen Aufwärtstrend vom vergangenen Freitag fort und wird zum EUR aktuell um die Marke von 1,4620 und nahe 1,5900 zum Britischen Pfund gehandelt. Einzige Währung, die bislang Kursgewinne zum US-Dollar verbuchte ist Japans Yen, der zu Wochenbeginn ein 8-Monatshoch bei 88,22 erreichte. USD/JPY wird derzeit dementsprechend unter dem Preislevel von 90,0 gehandelt.
Der wachsende US-Wirtschaftsoptimismus wird durch steigende Kurse an den Aktienmärkten geschürt. Händler tendieren wieder in Zeiten der Krise verstärkt in USD zu investieren. Einzige Währung, die den USD derzeit aussticht, ist der JPY. Aussagen des japanischen Finanzministers Fujii lassen viele Anleger am Versprechen Japans zweifeln, nicht in die jüngste Aufwertung der japanischen Währung einzugreifen. Sollte Japan dieses Vorhaben durchziehen, könnte der nächste Richtpreis für USD/JPY in den kommenden Wochen um die Marke von 82,00 liegen, so einige Experten.
Wichtigste Veröffentlichung heute ist der für 16:00 Uhr angesetzte Index des US-Verbrauchervertrauens des Conference Board (CB) für September. Da der Trend momentan in Richtung steigender US-Marktoptimismus geht, ist eine mögliche rückläufige USD-Tendenz positiven Nachrichten folgend nicht auszuschließen. Auch wenn die Risikobereitschaft letztens wechselhaft ist, könnten positive Konjunkturdaten verbunden mit dem Vertrauensbeweis in die deutsche Wirtschaft, der sich im jüngsten Wahlsieg Angela Merkels widerspiegelt, Investoren risikoreiche Anlagen wie den EUR oder sogar Pazifik- und skandinavische Währungen wieder schmackhaft machen.
EUR – EUR verliert gegen steigende Safe-Havens und notiert nahe GBP-Parität
Mit der Wiederwahl Angela Merkels (CDU) als Bundeskanzlerin zeigte der EUR zwar zunächst einen zinsbullischen Lauf, dieser Impuls verlagerte sich jedoch mittlerweile wieder zugunsten „sicherer“ Währungen wie US-Dollar und Yen zurück. EUR/USD fiel gestern im frühen Morgenhandel demnach bis auf 1,4563 und korrigierte den Kurs anschließend wieder leicht auf 1,4620. Der EUR bleibt immer noch vor dem Britischen Pfund, das sich zunehmend auf Paritätskurs befindet.
Der Währungsmarkt gibt derzeit keine eindeutige Ausrichtung an. Die in dieser Woche erwarteten US-Arbeitsmarktdaten könnten eine deutlichere Richtung ergeben. In eher unsicheren Zeiten gewinnen Safe-Haven-Währungen an Boden. Dies konnten viele Händler wiederholt in den vergangenen Tagen anhand USD und JPY beobachten. Die Risikobereitschaft der Investoren ließ gerade in der letzten Woche angesichts enttäuschender US-Wohnungsmarktdaten nach. Darüber hinaus forcierte der Preissturz von Rohstoffen den Abwärtsdruck risikoreicher europäischer Währungen.
Der heutige Handelstag ist für GBP und UDS von großer Bedeutung. Um den EUR bleibt es vorwiegend ruhig. Anleger sollten sich jedoch nicht irritieren lassen – Handelstage, an denen keine Konjunkturdaten veröffentlicht werden, können sich häufig als positiv herausstellen. Aktuelle Tages-Trends stehen nicht unter dem Einfluss von Tagesmeldungen. Händler könnten dementsprechend augenblicklichen Tendenzen folgen und dabei ungefährdet bis Handelsschluss wieder aussteigen. Morgen beginnt dann der hektische Devisenzeitplan in Bezug auf die erste Woche im neuen Monat, in der wichtige Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht werden.
JPY – Finanzminister Fujii impliziert künftige Yen-Bewegungen
Viele Anleger sind derzeit verunsichert, ob Japans Finanzminister Fujii sein Versprechen halten kann, nicht in die jüngste Aufwertung der japanischen Währung mittels einer Interventionspolitik durch die Bank of Japan (BoJ) einzugreifen. In offiziellen Stellungnahmen führte Fujii den jüngsten Anstieg der Inselwährung auf natürliche Marktschwankungen zurück. Zu einem späteren Zeitpunkt stellte Fujii klar, dass er sich nicht für einen stärkeren Yen ausgesprochen hätte.
Der Trend entmutigt die Yen-Investoren, die dem jüngsten Kurssprung bis auf ein neues 8-Monatshoch zum USD bei 88,22 sowie einer Notierung zum EUR um 129,82 misstrauen. Japans Wirtschaft ist stark vom Export abhängig, der wiederum von einer schwachen Landeswährung profitiert. Angesichts der Tatsache, dass Japan als eine der am schwersten getroffenen Wirtschaftsnation gilt, erscheint eine nicht-interventionistische Haltung den Bedürfnissen Japans zu widersprechen. Sollte die japanische Regierung ihr Vorhaben jedoch durchziehen, könnte der nächste Richtpreis für USD/JPY in den kommenden Wochen um 82,00 liegen, so die Experten.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar scheint auf der Stunden-Chart nach wie vor innerhalb seiner jüngsten Preisspanne gehandelt zu werden. Dennoch bildet sich mittlerweile ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic und MACD auf der Tages-Chart. Kaufen könnte heute eine gute Wahl sein.
USD/JPY
Der Slow Stochastic der 2- und 4-Stunden-Chart gibt ein neues bärisches Cross aus. Ein solches wird außerdem für den MACD der 4-Stunden-Chart deutlich, während der RSI nahe des „überkauften“ Bereichs schwankt. Verkaufen könnte hier ein guter Tipp sein.
GBP/USD
Dieses Paar gibt gemischte Signale aus. Der Slow Stochastic der Stunden-, 2- und 4-Stunden-Chart lässt ein bärisches Cross erkennen. Darüber hinaus ist eine Überwindung des oberen Bereichs der Bollinger Band auf der Stunden-Chart zu sehen. Zusätzlich bewegt sich der RSI sowohl der Stunden- als auch der 2-Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich. Der MACD der 4-Stunden-Chart sowie der Slow Stochastic der Tages-Chart geben ein neues zinsbullisches Cross aus. Der Tages-RSI schwankt ebenfalls im „überkauften“ Bereich. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Der Preis dieses Paares bewegt sich im neutralen Bereich auf den Stunden-Charts. Auf der Tages-Chart verdeutlicht der MACD jedoch eine bärische Preiskorrektur und der Slow Stochastic ein sich ankündigendes bärisches Cross. Verkaufen könnte sich heute als vorteilhaft erweisen.


