2009-09-30
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Schwaches US-Verbrauchervertrauen treibt US-Dollar an
Im Grunde nahmen die Ergebnisse zum US-Verbrauchervertrauen, das mit 53,1 Punkten unter den erwarteten 57,0 Punkten lag, am Dienstag positiven Einfluss auf den US-Dollar. Dieser erreichte ein Tageshoch von 1,4526 zum EUR und markierte damit einen neuen zweieinhalb wöchigen Rekordstand. Der Markt ist laut Angaben der Händler jedoch auf die in den kommenden Tagen anstehenden US-Arbeitsmarktdaten fixiert.
Das Währungspaar EUR/USD fiel am Dienstag um nahezu 70 Punkte und notierte zu Handelsschluss bei 1,4592. Auch der EUR verzeichnete gestern Kursverluste trotz positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone. Gegenüber dem GBP rutschte der US-Dollar zum zweiten Tag in Folge ab und schloss hier bei 1,5969. USD-Kursschwankungen zeichneten sich zum Pfund ab, nachdem England Notenbank (BoE) verkündete, dass von einer weiteren Leitzinssenkung derzeit Abstand genommen werde. Anschließend schloss der GBP etwas fester. Zum JPY machte der USD ebenfalls Boden gut. Dieses Währungspaar notierte bei 90,15. Investoren befürchten nach wie vor, dass die japanische Regierung über kurz oder lang in den jüngsten Aufwärtstrend des Yen eingreifen wird.
Heute stehen ausschlaggebende Veröffentlichungen auf der US-Wirtschaftsagenda: Wichtigste untern ihnen ist der für 14:15 Uhr erwartete ADP-Arbeitsmarktbericht, Beschäftigung privater Sektor, für den Monat September. Weitere Konjunkturdaten von Bedeutung sind um 14:30 Uhr das US-BIP des 2. Quartals (3. Veröffentlichung), annualisiert sowie um 15:45 Uhr der Chicagoer US-Einkaufsmanagerindex ebenfalls für September. Für Forex-Händler gibt es heute keine Verschnaufpause. Achten Sie auf hohe Volatilität vor und nach den Veröffentlichungen und eröffnen Sie jetzt ihre USD-Positionen, um von den extremen Kursschwankungen am Devisenmarkt zu profitieren.
EUR – EUR fällt auf 2-Wochentief gegenüber US-Dollar
Am gestrigen Handelstag rutschte der EUR zum US-Dollar bis auf einen zweieinhalb wöchigen Tiefstand ab. Diese Entwicklung ergab sich trotz positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone. Der EUR verzeichnete angesichts der nachlassenden Nachfrage nach risikoreichen Anlagen insgesamt Kursverluste. Auslöser hierfür war die Stimmung unter den US-Verbrauchern, die sich im September wider Erwarten eingetrübt hat. Das Britische Pfund dagegen ließ einen Kursanstieg gegenüber den wichtigsten Gegenwährungen erkennen, nachdem die Bank of England (BoE) erklärte, dass sie von einer weiteren Leitzinssenkung derzeit Abstand nehme.
Der EUR fiel am Dienstag um ca. 70 Punkte zum USD auf 1,4592. GBP/USD schloss den gestrigen Handel deutlich höher bei 1,5969. Aufgrund der Stellungnahme der englischen Notenbanker rutschte EUR/GBP zum zweiten Tag in Folge ab und beendete den Handel mit 0,9132. Darüber hinaus stützte die Nachricht zum Leitzins den GBP gegenüber Japans Währung. GBP/JPY legte um über 100 Punkte zu und erreichte die Marke von 144,40. Das Britische Pfund blieb insgesamt unbeeinflusst von den überwiegend negativen Konjunkturdaten aus den USA. Des Weiteren zeigten sich die Marktteilnehmer gestern über das Tempo des EUR-Kursrückgangs erstaunt.
Der heutige Tag bietet Forex-Händlern viel versprechende Handelsgelegenheiten. Sowohl aus Großbritannien, als auch aus der Eurozone und der Schweiz werden wichtige Datenveröffentlichungen erwartet. Um 09:55 Uhr gibt die Bundesagentur für Arbeit, Deutschlands Arbeitsmarktdaten für September aus, was die saisonbereingten Arbeitslosenzahlen umfasst. Um 11:00 Uhr werden die Verbraucherpreise der Eurozone für September (Vorabschätzung) veröffentlicht. Aus Großbritannien wird um 10:30 Uhr das Ergebnis des Dienstleistungsindex bekannt gegeben. Um 11:30 Uhr erwarten die Marktteilnehmer aus der Schweiz das KOF-Konjunkturbarometer für den Monat September.
JPY – Starker Yen unter Abwärtsdruck
Der aktuell starke Yen gerät angesichts der grassierenden Deflation in Japan verstärkt unter Abwärtsdruck. Krisenanzeichen gibt es genügend. Allein im September fiel die Kerninflation um fast 2,5%. Dies sei der deutlichste Rückgang innerhalb der letzten zehn Jahre. Seit Beginn der Konjunkturkrise stieg der JPY erheblich gegenüber GBP, USD und EUR. Eine Abwertung der eigenen Währung scheint für die neue japanische Regierung ein möglicher Ausweg aus der Deflationsspirale.
Kurz nach ihrem Wahlsieg hatte sich die demokratische Regierungspartei noch für einen starken Yen ausgesprochen. Der Yen gerät somit unter Abwärtsdruck. USD/JPY kletterte um 20 Punkte aufwärts und notierte bei 90,15. GBP/JPY stieg um 100 Punkte in die Höhe bis auf 144,40. Investoren verlieren verstärkt ihr Vertrauen in die extrem erschütterte japanische Wirtschaft, was eine langfristige Fortsetzung des JPY-Abwärtstrends bedeuten könnte. Anleger sollten ihr Augenmerk als nächstes auf die folgenden Veröffentlichungen aus Japan richten: Tankan-Bericht, Produktions- sowie Dienstleistungsindex und Ergebnisse der Einzelhandelsumsätze heute Nacht um 01:50 Uhr.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der kontinuierliche Aufwärtstrend dieses Paares nimmt nun auch Einfluss auf den RSI Langzeit-Oszillator der Tages-Chart und drückt diesen in den „überkauften“ Preisbereich. Dementsprechend scheint EUR/USD unter Druck zu geraten und eine Abwärtsausrichtung zu erfahren. Das Momentum verlagert sich mittlerweile in eine Abwärtsposition. Daher könnte auch hier die Strategie, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, Erfolg haben.
GBP/USD
Der jüngste Kursrückgang dieses Paares hält den Preis im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Dies kann als Zeichen für Abwärtsdruck gedeutet werden. Während das Momenutm abwärts gerichtet bleibt, könnten sich jedoch im Laufe des Handelstages einige Aufwärtskorrekturen ergeben. Eine eventuell gute Wahl für heute lautet: bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen.
USD/JPY
Auf der 30-Minuten-Chart bildet sich derzeit eine eindeutig rückläufige Handelsspanne heraus, in deren unteren Bereich das Paar inzwischen schwankt. Momentan sind alle Oszillatoren auf der Tages-Chart abwärts gerichtet. Voraussichtlich wird der Abwärtstrend anhalten. Verkaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.
USD/CHF
Ein sich ankündigendes zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutet auf eine Aufwärtsbewegung hin. Da der Preis jüngst den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart überwunden hat, könnten sich lediglich leichte zinsbullische Impulse abzeichnen. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich heute als richtig erweisen.


