Der gestern veröffentlichte Index für das Verbrauchervertrauen des Conference Board enttäuschte die Marktteilnehmer. Der US-Dollar musste gegen die Hauptwährungen deutlich an Boden abgeben. Im Overnight-Geschäft konnte die US-Währung einen Teil der Verluste ausgleichen, nachdem der USD ein 2-Jahrestief gegenüber dem Schweizer Franken markierte. Analysten zweifeln am kurz- bis mittelfristigen Erholungspotenzial des US-Dollar.
Nachdem die Bank of Japan (BoJ) in der vergangenen Woche das erste Mal nach 6 Jahren wieder am Devisenmarkt intervenierte und massiv Yen verkaufte, wurde der Höhenflug des JPY zumindest kurzzeitig gebremst. Es ist allgemein bekannt, dass die BoJ einen schwachen Yen als Hauptinstrument zur Unterstützung des japanischen Exports im Rahmen einer konjunkturellen Erholung erachtet. BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa erklärt, dass eine Ausweitung der Maßnahmen seitens der BoJ gegen die Deflation jedoch nicht auf eine Beeinflussung der Leitzinssätze abziele. Mittlerweile setzt sich die Yen-Aufwertung wieder fort. Ist eine weitere Intervention also nur eine Frage der Zeit?
Händler spekulieren seit Tagen um weitere geldpolitische Maßnahmen seitens der US-Notenbank Federal Reserve. Entsprechend werden verstärkt USD-Positionen zugunsten gewinnträchtiger Investitionen abgestoßen. Die jüngsten Interventionen der Bank of Japan bringen Anleger wiederum davon ab, in Yen zu investieren. Darüber hinaus verunsichern die anhaltend schlechten Konjunkturdaten aus der Eurozone die Händler, während die Europäische Zentralbank EZB ihre Währungspolitik jedoch bislang nicht erneut lockert. Gewinner der gegenwärtigen Marktsituation scheint der EUR zu sein, während USD und JPY zunehmend an Boden verlieren.
Im Vorfeld der für heute anberaumten Sitzung des US-Offenmarktauschusses der US-Notenbank Federal Reserve bleibt der USD weiter unter Druck. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer das Ergebnis des Treffens der Währungshüter und ob, angesichts der schleppenden Konjunkturerholung in den USA, zusätzliche quantitative Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.
Erstmals seit 6 Jahren führte die Japanische Regierung in der vergangenen Woche eine Intervention am Devisenmarkt durch, die einen regelrechten Yen-Kurssturz auslöste. Dabei verzeichnete der JPY seine größten Kursverluste der letzten zwei Jahre innerhalb eines Handelstages gegen Hauptwährungen. Tokio hält sich weitere Schritte in den kommenden Tagen offen und hat der Deflation im Land und den starken Wechselkursschwankungen den Kampf angesagt. Wird der Yen weiter nachgeben?
Die im Laufe dieser Handelswoche veröffentlichten US-Konjunkturdaten zeigen, dass die Erholung der Wirtschaft in den USA nicht so verhalten ausfällt, wie insbesondere in den letzten Monaten angenommen. Der am Dienstag veröffentlichte Bericht zum Verbrauchervertrauen und Wirtschaftsoptimismus des Investor’s Business Daily und TechnoMetrica Institute of Policy and Politics verdeutlicht beispielsweise, dass der entsprechende Index im Vormonatsvergleich um über 2 Punkte zulegte und damit 1,2 Zähler über den Erwartungen der Experten lag. Am Mittwoch enttäuschten wiederum die aktuellen Zahlen zur Industrieproduktion in den USA (Monat: August) mit einem Anstieg um 0,2% die Prognosen. Analysten hatten im Vergleich zum Vormonat mit einem Output-Anstieg um 0,3% gerechnet. Weitere, gestern veröffentlichte US-Konjunkturindizes, wie Erzeugerpreise und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, machen jedoch Mut.
Nach wochenlangem Hin- und Her hat die japanische Regierung am Mittwochvormittag zum ersten Mal seit sechs Jahren am Devisenmarkt interveniert, um die zuletzt heftige Aufwertung des Japanischen Yen zu stoppen. Die Reaktion auf die Intervention Japans war am Markt direkt zu spüren. Der Yen wertete innerhalb eines Handelstages so stark wie seit 22 Monaten nicht ab. Die Marktteilnehmer erwarten auch für heute außerordentliche Kursbewegungen.
Japans Yen erreichte am Dienstag ein 15-Jahreshoch, nachdem der amtierende Ministerpräsident Naoto Kan eine Kampfabstimmung um das Amt des Parteivorsitzenden der Regierungspartei DPJ sowie des Ministerpräsidenten gegen seinen Herausforderer Ichiro Ozawa für sich entscheiden konnte. USD/JPY stürzte bis auf die Marke von 82,91, dem niedrigsten Stand seit 1995. Gegenwärtig bleiben die Bemühungen der japanischen Regierung, die zuletzt starke Aufwertung des JPY aufzuhalten, ohne Erfolg.
Der US-Dollar markierte am gestrigen Montag ein neues 15-Jahrestief gegen den Japanischen Yen im Vorfeld zu einer Abstimmung um den Vorsitz der Demokratischen Partei DPJ in Japan. Im frühen Handel heute Morgen wertet die US-Währung auch zum Euro ab.
Stabile Konjunkturdaten aus China beflügeln die Märkte seit vergangenem Freitag. Der Euro sowie andere so genannte Risikowährungen werteten über das Wochenende auf und starten behauptet in die neue Handelswoche. Analysten warnen jedoch davor, den Trend zu überschätzen, da dieser lediglich von vorläufiger Natur sein könnte. Insgesamt bleibt die Stimmung an den Finanzmärkten in der Eurozone gedämpft. Die anhaltende Unsicherheit im Euroraum veranlasst Anleger immer wieder dazu, auf Safe-Havens wie US-Dollar und JPY zurückzugreifen.
Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) am Dienstag sind die Auftragseingänge in der deutschen Industrie im Vormonatsvergleich um 2,2% gesunken. Zudem kommen am Markt neue Schuldensorgen um Irland auf. Händler konzentrieren sich wieder auf Safe-Havens wie USD/JPY und EUR/CHF, während die Aktienmärkte Verluste erleiden.
Das Währungspaar EUR/USD testete gestern die wichtige Unterstützung bei 1,2790, während GBP/USD zunächst bis auf 1,5350 absackte, sich anschließend jedoch wieder nach oben korrigieren konnte. Rohstoffpreise bewegten sich am Montag eher seitwärts als alles andere. Deutlich war, dass die leichten Aufwärtstendenzen des USD vielmehr aus einem dünnen Handel resultierten, als aus einer neuen Dollar-Stärke. Die schwachen Handelsbedingungen dämpften darüber hinaus den jüngst gewachsenen Risikoappetit der Händler.
Der US-Arbeitsmarktbericht NFP, der am Freitag veröffentlicht wurde, brachte den US-Dollar im Anschluss gleich unter Druck. Nachdem EUR/USD in den Tagen zuvor verhältnismäßig stabil um die Marke von 1,2800 handelte, kletterte das Währungspaar angesichts des überraschend positiven Ergebnisses bis auf 1,2900. Kann das Cross noch in dieser Woche ein Niveau um 1,30 erreichen?
Der Euro konnte sich am Donnerstag weitestgehend gegenüber dem USD behaupten. Trotz positiv ausgefallener US-Indikatoren wie den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie den schwebenden Hausverkäufen steht die US-Währung vor den heutigen US-Arbeitsmarkdaten (NFP) unter Druck.
Risiko-Währungen wie Euro und GBP bauten ihre Verluste am gestrigen Mittwoch weiter aus, während die Marktteilnehmer mit Spannung auf die Veröffentlichung kursbewegender Konjunkturdaten warteten. Händler hofften auf neue Zeichen einer Wiederaufnahme der globalen Konjunkturerholung. Wichtige Wirtschaftsdaten stehen auch am heutigen Donnerstag wieder auf der Agenda. Anleger erwartet eine erhöhte Marktvolatilität mit guten Möglichkeiten, Profite auszubauen.
Nach anfänglichen Gewinnen ergaben sich für den USD gestern im weiteren Handelsverlauf Kurskorrekturen nach unten. Heute stehen wieder kursbewegende Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten auf der Agenda. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei dem ADP-Arbeitsmarktbericht (August) für die Beschäftigung im privaten Sektor geschenkt werden, der als Vorbote des NFP-Arbeitsmarktberichts am Freitag gilt. Laut Prognose sollen im August 17.000 neue Stellen im privaten Sektor geschaffen worden sein. Kann der US-Dollar seine gestern verbuchten Kursverluste heute entsprechend ausgleichen?


